
Klar sprechen, verbindlich handeln
Was passiert mit deiner Glaubwürdigkeit, wenn du heute überzeugt A sagst und morgen feststellst, dass B doch die bessere Lösung ist?
Wir wollen klar sein. Wir wollen, dass andere wissen, woran sie bei uns sind. Und natürlich möchten wir als Menschen wahrgenommen werden, auf deren Wort man sich verlassen kann. Nur: Verbindlichkeit darf nicht bedeuten, an einer Meinung oder Entscheidung festzuhalten, obwohl wir inzwischen gute Gründe haben, sie anders zu sehen.
Anne und ich sprechen deshalb darüber, wie wir Verbindlichkeit herstellen. In unserer Haltung und ganz konkret in unserer Sprache. Denn zwischen „Wir müssten das eigentlich machen“ und „Wir machen das“ liegen sprachlich nur wenige Wörter, in der Wirkung aber Welten.
Darum geht es in dieser Folge:
- wie du eine Meinungsänderung klar kommunizierst, ohne beliebig oder unzuverlässig zu wirken.
- welche Weichmacher und Konjunktive deine Aussagen abschwächen und was deine innere Haltung damit zu tun hat.
- wie du mit Modalverben, aktiver Sprache, klaren Zuständigkeiten und konkreten Zeitpunkten verbindlicher formulierst.
- weshalb Glaubwürdigkeit nicht daraus entsteht, stur zu bleiben, sondern nachvollziehbar und transparent mit Veränderungen umzugehen.
Und falls du glaubst, Anne und ich seien in Sachen Verbindlichkeit natürlich vollkommen unfehlbar: Wir haben ausgerechnet die Aufnahme dieser Folge zweimal verschoben. Beide Male meinetwegen.
Vielleicht ist das die passendste Demonstration zum Thema: Verbindlichkeit heißt nicht, dass jede Zusage in Stein gemeißelt ist. Entscheidend ist auch, wie wir damit umgehen, wenn sich etwas ändern muss.
Hör rein und prüfe danach mal, wie viele „eigentlich“, „vielleicht“ und „irgendwie“ sich in deine eigenen Aussagen einschleichen.
Let’s talk with Wumms!
Euer Johannes